Marc David Müller macht vorzeitig alles klar

Keine leichten Bedingungen bot der Nürburgring beim Finale der DMV BMW Challenge. Zumindest Marc David Müller (325iS E46) zeigte sich davon wenig beeindruckt und fuhr souverän zum Meistertitel. Die Rennsiege teilten sich Eric van den Munckhof (M4 KK GTR 3,3) und Marco Hürbin (KK GTR 3,3 E46).

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24. Oktober 2019 // 0 Kommentare

Beim letzten Rennen der Saison wird es noch einmal spannend unter den BMW’s. Nur die Klassen 318is und GTR 4 haben mit Rudolf Gelhaus und Christian Kautz (330i GT E46) schon ihre Meister gefunden. In allen anderen Klassen steht die Meisterschaft noch aus.

So sieht es in der 325iS Klasse stark nach einem Sieg für Marc David Müller aus, wenn das Rennwochenende für ihn ohne Komplikationen verläuft. Ansonsten haben Markus Fester und Jens Hösel, die momentan nur ein einziger Punkt in der Meisterschaftstabelle trennt, noch die Chance die Klasse für sich zu entscheiden.

In der GTR 3 fällt am Samstag dann die Entscheidung zwischen Timo Raff (M240i RC) und Sepp Römer (M3 GTR 3,0 E36).

Auch die GTR 2 findet noch auf ihren Meister unter Maurice oder Hinrich Thormählen (M3 GTR 3,2 E46) und Michael Neuhauser (M135i GT).

In der Spitzenklasse der DMV BMW Challenge, der GTR 1 haben sowohl Christian Schulze (M3 GTR 3,3 E46) als auch Christoph Driescher (M3 GTR 5,0 E90) noch die Chance auf den Meistertitel.

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15. Oktober 2019 // 0 Kommentare

Der fünfte Lauf der DMV BMW Challenge in Zandvoort sah mit Maurice Thormählen (M3 GTR 3,2 E46) und Jens Smollich (SR M2 GTR) zwei strahlende Sieger. Das erste Rennen in den holländischen Dünen gewann Thormählen vor Smollich. Durchgang zwei entschied Smollich knapp vor Thomas Kessel (M3 E36) für sich.

Irgendwie war es in beiden Rennen der DMV BMW Challenge im niederländischen Zandvoort wie verhext. Der Platz an der Spitze des Feldes brachte kein Glück. Das musste als aller erstes Christian Schulze (M3 GTR 3,3 E46) erfahren. Von der zweiten Startposition aus schob sich der M3 Pilot an Polesitter Maurice Thormählen vorbei in Führung. Bis zur siebten Rennrunde auf dem anspruchsvollen Dünenkurs schien auch alles nach Plan zu laufen. Dann muckte das Getriebe. „Es lief am Anfang gut und ich konnte mich gleich an die Spitze setzen. Auf der Geraden bekam ich plötzlich Probleme. Ein Getriebeschaden“, so ein enttäuschter Schulze. Die erste Gesamtposition übernahm Thormählen, der den Erfolg sicher ins Ziel brachte. „Das Rennen war gut. Ich setzte mich beim Start gleich hinter Schulze. Ich wusste, dass er allgemein schneller ist, vor allem auf der Geraden. Ich habe die ganze Zeit Druck gemacht. Als er einen technischen Defekt hatte, fuhr ich mit Speed weiter. Ich wusste, dass ich genügend Abstand hatte und fuhr das Rennen sicher nach Hause“, so der Gesamtsieger. Dahinter kämpfte sich Jens Smollich fulminant durch das Feld. Bereits in Oschersleben konnte Smollich zeigen, dass sein neu aufgebauter M2 ganz vorne mitspielen kann. Ohne Trainingszeit gestartet, verdrängte er drei Runden vor Schluss Thomas Kessel von Rang zwei. „Es war schwierig durch das ganze Feld zu fahren. Es haben aber alle schön mitgespielt. Der Führende war zu weit weg, um noch näher heran zu kommen. Bei dem Startplatz war das absolut mein Topergebnis“, freute sich Smollich über das gute Abschneiden.

Noch besser lief es in Durchgang zwei, wo Smollich von der vierten Startposition aus ins Rennen ging. Gleich zu Beginn setzte er sich hinter Christoph Driescher im M3 GTR 5,0 E90 auf Gesamtrang zwei. Als dieser eine Drive Through aufgebrummt bekam, übernahm Smollich die Spitze. „Anscheinend habe ich beim Start eine Linie überquert, die ich hätte einhalten sollen. Ich hatte das nicht mitbekommen. Die verlorene Zeit konnte ich nicht mehr aufholen. Ansonsten hat alles super funktioniert. Heute wäre der Sieg auf alle Fälle drin gewesen. Einfach blöd gelaufen“, schilderte Driescher die entscheidende Situation. Mit Rang drei betrieb Driescher zumindest Schadensbegrenzung. Auch die schnellste Rennrunde ließ sich Driescher notieren. Am Sieg von Smollich konnte er nicht mehr rütteln. Einzig Thomas Kessel hätte dem Dresdener noch gefährlich werden können. Am Ende betrug der Abstand gerade einmal 0,37 Sekunden. „Das zweite Rennen war etwas einfacher. Mehr ging da nicht. Ich bin sehr zufrieden“, so Smollich. Dahinter durfte sich Thomas Kessel über sein bestes Saisonergebnis freuen. Schon im ersten Rennen war der E36 Pilot vor Driescher auf dem starken dritten Gesamtrang gefahren. Kessel schnappte sich zudem den Sieg in der GTR2 vor Hinrich Thormählen und Jörg Dümmler (240i GTR).

Mit den Plätzen fünf und vier sicherte sich Sepp Römer (AVP GTR 2,5 E36) beide Siege in der GTR3. Nachdem es in den vergangenen Rennen nicht wirklich rund lief, hielt er diesmal Dauerkonkurrent Timo Raff zweimal hinter sich. „Das erste Rennen war echt angenehm. Am Schluss habe ich ein wenig Speed herausgenommen, weil es mir zu warm war. Ich glaube, ich muss über Winter wieder Kondition trainieren. Platz drei war im zweiten Rennen nicht zu halten, da fehlt uns etwas Motorleistung dazu. Es war aber ein schönes Rennen und hat das Pech der letzten Rennen etwas ausgemerzt“, erzählte der zweifache Klassensiege. Rund lief es ebenso für Nick Hancke im 325is GT E36. Der Vorjahresmeister hatte die GTR4 in beiden Durchgängen fest im Griff. Er verwies Christian Kautz (330i GT E46) und Niclas Dymeck (328i) auf die weiteren Plätze. Im zweiten Heat landete Dymeck vor Tom Schuster (E46 330i) auf dem zweiten Klassenplatz.

Rennen zwei ließ sich Müller diesmal nicht nehmen. Diesmal fackelte der Meisterschaftsführende nicht lange und landete am Ende einen souveränen Erfolg vor Lukas Fester. „Im zweiten Rennen hielt ich mich aus dem Getümmel heraus. Ich fuhr einen Vorsprung heraus und baute diesen weiter aus. Im ersten Rennen hatte ich einen guten Fight mit Markus Fester. Da hatten wir uns in Kurve eins zweimal berührt. Wir beide hatten dadurch einen Schaden am Auto, bei mir war es ein Plattfuß“, berichtete Müller. Klassendritter wurde Jens Hösel, der sich knapp gegenüber Heribert Haimerl durchsetzte. „Das zweite Rennen war richtig heiß. Am Anfang ist mir Lukas Fester auf die Felge gefahren. Das hat aber zum Glück an der Lenkung nichts verändert. Dann gab es mit Jens Hösel das ganze Rennen über einen richtig schönen Fight. So soll ein Rennen ausschauen“, äußerte sich Haimerl zu Durchgang zwei. Bei den 318iS Fahrzeugen teilten sich Marc Fröhlich (318ti) und Rudolf Gelhaus (318is E30) die Siege.

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5. September 2019 // 0 Kommentare

Marco Hürbin (KK GTR 3,3 E46) entschied das siebte Saisonrennen der DMV BMW Challenge mit einem komfortablen Vorsprung von über 36 Sekunden für sich. Der Eidgenosse fuhr auf dem Hockenheimring vor Tänzler/Melkus (KK GTR 3,3 E46) und Schulze/Danz (M3 GTR 3,3 E46) seinen vierten Gesamtsieg in diesem Jahr ein.

Marco Hürbin und der Hockenheimring – das passt einfach. Der schnelle Schweizer zeigte beim 200km-Rennen der DMV BMW Challenge, dass er auch über die Distanz nur schwer zu schlagen ist. Dabei war Hürbin als einziger Pilot der Spitzengruppe als Solist unterwegs. Vorjahressieger Harald Tänzler holte sich wieder Sepp Melkus an Bord. Auch Christian Schulze nahm seinen Mitfahrer beim 2017er Sieg, Timo Danz, ins Cockpit. Die Pace machten aber zunächst zwei andere. Ingo Baum und Christoph Driescher überrumpelten von der vierten Startposition aus ihre Kontrahenten und schoben sich mit dem soundstarken V8 BMW an die Spitze des Feldes. Von dort war das Duo gar nicht mehr so leicht zu verdrängen, wie Hürbin feststellen musste. Doch nach wenigen Runden traten Bremsprobleme auf. In der neunten Runde waren Hürbin, sowie Schulze/Danz vorbei. Kurz darauf fehlte der hubraumstarke V8 ganz. „Ich hatte große Probleme an den hinteren Bremszangen und dadurch keine Bremsleistung. Ich habe noch mit der Lichthupe zwei zu überrundeten Fahrzeugen signalisiert, dass sie Platz machen. Ich wollte innen vorbei. Da hat aber einer der beiden rausgezogen und ich konnte nichts mehr machen“, schilderte Christoph Driescher den rennentscheidenden Moment.

 

Den wieder gewonnen ersten Platz gab Hürbin, bis auf eine Runde bedingt durch den Boxenhalt, nun nicht mehr her. Nach dem Stopp zog der M3-Pilot noch einmal das Tempo an und fuhr souverän den Sieg ein. „Es war ein sehr gutes Rennen. Am Anfang hatte ich mich noch ein wenig zurückgehalten. Durch die Safetycar Phase war der Vorsprung wieder weg. Ich blieb länger draußen und hoffte, dass wir den Abstand vergrößern können. Aber leider habe ich den Boxenstopp versemmelt und 20 Sekunden verloren, wodurch ich als Zweiter auf die Strecke ging. Aber es hat doch am Ende noch zum Sieg gereicht“, fasste Hürbin sein Rennen zusammen. Beim Kampf um Rang zwei hatten zunächst Christian Schulze und Timo Danz die Nase vorne. In Runde 24 wechselten die Positionen, wobei Schlussfahrer Sepp Melkus den Abstand Runde um Runde vergrößerte. Beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs zeigte die Uhr schließlich etwas mehr als 13 Sekunden Vorsprung an. Für Tänzler und Melkus war der zweite Platz zugleich ein Hattrick. Es war die dritte Treppchenplatzierung innerhalb der letzten drei Ausgaben.

 

Dramatisch war das Finale in der GTR3, wo bis drei Runden vor Schluss das Vater-Sohn Gespann Ralf und Sebastian Gierkes (M3 GT E36) in Führung lag. Als die Uhr nach unten tickte, wurde der orangene M3 plötzlich immer langsamer. Timo Raff (M240i RC) kam in ganz großen Schritten immer näher. Alleine in den letzten drei Runden nahm Raff dem Klassenführenden 20 Sekunden ab. Somit ging Raff kurz vor Ende doch noch vorbei. Zudem gab es für das Team noch eine 110 Sekunden Strafe wegen Unterschreiten der Boxenstandzeit. Dadurch kamen noch Michael Neuhauser (M135i GT) und GTR3-Konkurrent Lauren Schur (M240i RC) vorbei. Für den Youngster war es das erste Tourenwagenrennen. Trotz des verpassten Klassensiegs war die Stimmung im Team Gierkes dennoch gut: „Leider habe ich bei der Boxeneinfahrt vergessen die Stoppuhr zu drücken, so dass wir die Mindeststandzeit etwas unterschritten haben. Den ersten in der Klasse konnte mein Vater im zweiten Stint leider nicht halten. Wir haben uns etwas im Sprit verhauen, so dass wir die letzten zwei Runden Aussetzer hatten. Trotz kleiner Patzer für uns ein gelungenes Wochenende.“ Sieger der GTR4 wurde Christian Kautz (330i GT E46). Rang zwei in der GTR4 holte sich Andreas Hansen im 325is E36.

In der 325iS Cup Klasse setzte sich die Erfolgsserie von Marc David Müller (325iS E46) weiter fort. Auf dem Hockenheimring schnappte sich der schnelle BMW-Pilot als starker Gesamtneunter Klassensieg Nummer sechs. Nur in der ersten Runde musste Müller dem 325iS E90 der Fester-Brüder kurzzeitig die Spitze überlassen. Nur einen Umlauf später war die Reihenfolge aus dem Quali wieder hergestellt. Am Schluss war es eine lupenreine Vorstellung, die mit einer Runde Abstand auf Rang zwei den Sieg brachte. „Wir hatten im Quali schon den Grundstein gelegt und ein super Setup herausgearbeitet. Das Auto war sehr gut zu fahren. Nach dem Start hatte ich ein paar Runden lang einen schönen Fight mit Markus, der vermutlich Reifenprobleme bekommen hat. Sonst wäre das wohl über die ganze Renndistanz gegangen. Ich konnte mich danach absetzen. Die Safetycar Phase haben wir sehr geschickt genutzt und dadurch unseren Vorsprung vergrößert. Ich konnte das Rennen verwalten und sicher nach Hause fahren“, so Müller. Durch eine lange Boxenstandzeit der zweitplatzierten Fester/Fester wurde es dahinter noch einmal spannend. Knapp über fünf Minuten stand der E90 an der Box. Dadurch verlor das schnelle Brüderpaar einige Position. Mit viel Kampfgeist und einer ordentlichen Portion Glück hieß es am Ende dennoch Platz zwei. Kurz vor Schluss schnappten sich die beiden noch Alexander Bux und Georg Uhl (325iS E36). Da es zudem weder bei Jens Hösel (325iS E30) noch bei Heribert Haimerl (325iS E30), der kurz vor Schluss wegen einer gebrochenen Schaltstange ausfiel, gut lief, hatten Fester/Fester eben das Glück der Tüchtigen. Klassenfünfter wurde nach dem Aus von Haimerl der Schweizer Dominic Moret (325iS E30). Bei den 318is Cup Fahrzeugen fuhr das Vater-Sohn Team Gelhaus (318iS E30) den Klassensieg ein. Dahinter reihten sich Jürgens/Röpke (318ti Cup) und Hassa/Hassa (318iS E36) auf den weiteren Positionen ein. Sieger des DMV BMW 318ti Cup wurde Sebastian Vollak.

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2. August 2019 // 0 Kommentare

Siege für Thormählen und van den Munckhof in Assen

Maurice Thormählen (M3 GT E46) und Eric van den Munckhof (KK Z4 GTR) teilten sich die Siege beim dritten Saisonlauf der DMV BMW Challenge. Damit wiederholte Thormählen seinen Vorjahreserfolg. Wurde das erste Rennen in Assen noch auf nasser Fahrbahn ausgetragen, blieb es in Durchgang zwei trocken.

Den TT Circuit Assen dürfte Maurice Thormählen in guter Erinnerung behalten. Im letzten Jahr gewann der schnelle Youngster auf der niederländischen Motorradrennstrecke sein erstes Rennen. In diesem Jahr wiederholte er den Triumph. Es war auf glitschiger Fahrbahn auch wahrlich eine meisterhafte Leistung, die Thormählen da zeigte. Während die Konkurrenz vor allem in der Anfangsphase mit den Streckenbedingungen zu kämpfen hatte, legte der spätere Sieger ein unglaubliches Tempo vor. Über fünf Sekunden nahm er in der ersten Runde Polesitter Christoph Driescher (M3 GTR E90) ab. Am Ende summierte sich der Vorsprung auf über 25 Sekunden. Auch wenn Thormählen zugab: „Ich war mit gemischten Gefühlen dabei, denn Regen ist nicht so meine Sache. Eigentlich fühlte ich mich langsam. Am Ende ist die Konkurrenz schneller geworden, da meine Reifen runter waren. Der Vorsprung hat aber gereicht.“

Rang zwei sicherte sich Eric van den Munckhof, der wegen eines kaputten Getriebes im Qualifying  ohne Zeit blieb und das Feld von hinten aufrollte. Das machte der Niederländer extrem stark, drehte im zehnten Umlauf sogar die schnellste Rennrunde. Drei Runden vor Rennende übernahm van den Munckhof von Rainer Gelhaus (M3 E46) die zweite Gesamtposition. „Es ist von Anfang an gut gelaufen, obwohl ich mit dem Auto etwas Probleme hatte, da die Servolenkung ausgefallen war. Zudem gab es immer Probleme mit dem Paddleshift, weswegen ich immer wieder mal manuell schalten musste. Es dauert schon lange bis man durch das Feld durch ist. Ich bin daher nicht mehr ganz nach vorne gekommen“, berichte der Niederländer. Das klappte im zweiten Rennen schließlich um einiges besser. Von der 15. Startposition aus fand van den Munckhof schnell den Weg an die Spitze. Als Rainer Gelhaus seinen M3 wegen eines defekt Pleuels nach drei Runden abstellen musste, erbte der Z4-Pilot die Führung. Gegen Rennende wurde es noch richtig eng. Christian Schulze (M3 GT 3,3 E46) hatte sich bis auf 0,3 Sekunden herangekämpft. Im Nachgang bekam Schulze wegen nicht Einhaltens der Tracklimits eine 20 Sekunden Strafe aufgebrummt. Somit siegte van den Munckhof letzten Endes souverän. Für den Niederländer war es zudem der zweite Erfolg in der GTR1. „Es ist sehr gut gelaufen. Vor dem Rennen haben wir noch überlegt ob wir Regenreifen oder Slicks aufziehen. Wir haben schließlich gebrauchte Slicks genommen, da ich dachte, dass die besser warm werden. Die ersten drei Runden war es noch ein bisschen schwierig. Da ich gebrauchte Reifen fuhr, wurde es die drei letzten Runden nochmals spannend“, so van den Munckhof.

So ärgerlich der Ausfall für Rainer Gelhaus auch war. Der M3 Pilot zeigte mit dem dritten Gesamtrang im ersten Rennen sowie den drei Führungsrunden in Durchgang zwei, dass der neu aufgebaute M3 E46 ein Kandidat für die vorderen Ränge ist. „Die Bedingungen waren nicht einfach. Es hatte zunächst abgetrocknet, dann wurde es wieder nasser. Im Auto hatte ich Vibrationen. Dadurch war es schwierig zu fahren. Mit dem dritten Platz im Gesamt und dem Klassensieg bin ich natürlich mehr als zufrieden. Im zweiten Rennen lag ich vorne und hatte freie Fahrt. Vielleicht hätte es gereicht, zumindest wieder auf das Podest. Dann riss mir der Pleuel“, fasste Gelhaus sein Wochenende zusammen. Den Sprung auf das Treppchen gelang im zweiten Rennen Christian Schulze und Christoph Driescher. Elektronikprobleme bremsten Schulze am Morgen noch aus. In Rennen zwei setzte sich Schulze nach dem vierten Umlauf an die zweite Position und startete die Jagd auf van den Munckhof. „Wenn man von hinten startet, muss man erst einmal sehen wie es so läuft. Es hat recht gut geklappt. Trotzdem war es für mich ein schwieriges Wochenende. Ich bin mit dem zweiten Rennen absolut zufrieden, auch weil wir endlich die Zielflagge gesehen haben“, so Schulze. Christoph Driescher, ab der elften Runde auf Rang drei, sah rund 51 Sekunden hinter Schulze das schwarz-weiß karierte Tuch.

Hinrich Thormählen war zwar nicht ganz so schnell wie sein Sohn, durfte als Gesamtfünfter aber immerhin den Sieg in der GTR2 mit nach Hause nehmen. Sehr viel Spannung bot wieder einmal die GTR3, wo sich die Dauerfehde zwischen Timo Raff (M235i RC) und Sepp Römer (AVP GTR 2,5 E36) auch in Assen fortsetzte. Das erste Rennen hatte Raff jedoch sicher im Griff. Sepp Römer und Niklas Koch (M235i RC) mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen. „Am Start hatte ich ein bisschen Probleme, konnte mich aber im Laufe des Rennens wieder fangen. Ich war die ganze Zeit auf Platz eins in meiner Klasse. Das Ziel war eigentlich Platz drei im Gesamt, wurde dabei allerdings von dem Z4 überholt. Somit habe ich mich auf meinen Klassensieg konzentriert. Und nach Hause gefahren“, berichtete Raff. Durchgang zwei bot zumindest in der Anfangsphase den erwarteten Zweikampf, wobei sich im Laufe des Rennens Sepp Römer absetzte. Mit etwas über vier Sekunden Vorsprung auf Raff holte sich Römer als Gesamtvierter den Sieg in der GTR3. Dritter wurde Davide Dehren im M235i RC. „Es war schon ganz schön knifflig am Anfang. Da konnte ich mich gut behaupten. Die anderen sind immer mal etwas rausgerutscht. Ich denke, die Konstanz während des Rennens hat den Sieg mit begünstigt“, so Römer.

Kniffelige Wetterverhältnisse sind gerade für die 325iS Piloten immer eine gute Gelegenheit den eigentlich überlegenen GTR Autos ein Schnippchen zu schlagen. In Rennen eins war es Markus Fester, der im East Racing 325iS E90 zwischenzeitlich auf der vierten Gesamtposition lag. Nach und nach gingen die GTR Boliden an Fester vorbei. Gegen Rennende tauchte zudem Klassenkonkurrent Marc David Müller im 325iS E46 immer größer im Rückspiegel auf. Es kam zum klassischen Show-Down. Letzten Endes entschieden 0,24 Sekunden über den Klassensieg. In Rennen zwei wollte Müller diesmal unbedingt den Sieg. In einer herausragenden Startphase setzte sich Müller auf noch rutschiger Strecke an die zweite Gesamtposition. Zwar wiederholte sich gegen Rennhalbzeit das Spielchen und die GTR Autos gingen vorbei. Doch immerhin bis zur zehnten Runde behauptete Müller den dritten Gesamtrang. Letzten Endes wurde es Platz sieben. Und was viel wichtiger war – der Sieg in der 325iS Klasse. „Im ersten Rennen haben wir uns etwas mit dem Luftdruck vertan, aber gegen Ende wurde ich schneller. Da hat vielleicht eine Runde gefehlt. Das zweite Rennen war super. Da hat alles perfekt gepasst. Ich konnte einige aus den GTR Klassen überholen. Das Auto lief einfach perfekt. Am Ende ist das ein super Ergebnis und eine tolle Teamarbeit. Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Müller über das gute Abschneiden. Zweiter wurde hier Lukas Fester (325iS E90), dem Jens Hösel (325iS E30) wie schon in Rennen eins auf Rang drei folgte. Der vierte Platz in der mit sechs Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse ging jeweils einmal an Björn Freier (325iS E46) und Ullrich Tappe (325iS E36). Bei den 318iS Fahrzeugen fuhr Rudolf Gelhaus (318iS E30) zum Doppelsieg vor Thomas Röpke bzw. Jacqueline Kreutzpointner (318ti Cup). „Ich bin zum ersten Mal in Assen gefahren. Die Strecke ist toll und ich konnte mich sehr gut darauf einstellen. Heute Morgen waren die Bedingungen klar, es war Regen. Das zweite Rennen war eher ungewiss, habe aber meine Entscheidung für Slicks früh getroffen. Wie man sieht war es die richtige Entscheidung“, äußerte sich Gelhaus zufrieden über sein Rennwochenende.

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1. Juli 2019 // 0 Kommentare