Spannendes Pre-Finale in Assen

Die vorletzte Runde der DMV BMW Challenge in Assen entschieden Sven Markert und Lars Harbeck (KK M3 E46 GTR) für sich. In den Niederlanden ist zudem die Entscheidung in Sachen Meisterschaft gefallen. Arnd Meier (AVP WTCC 2,8 E46) verteidigte erfolgreich seinen Vorjahrestitel.

Vater und Sohn-Team gewinnt zweimal die GTR 1
Sven Markert und Lars Harbeck (KK M3 E46 GTR) wussten bei ihrem neuerlichen Gast-Auftritt in der DMV BMW Challenge wieder zu glänzen. An den beiden Gesamtsiegen für Sohn Sven und Vater Lars gab es nichts zu rütteln. Sowohl im Qualifying als auch in den Rennen behielten die beiden die Oberhand. „Erstmals haben wir in Assen auch Hoosier Reifen verwendet, um in die Wertung zu kommen“, so KK-Teamchef Sven Maik Krüger. „Unsere Autos sind eigentlich auf den Michelin S8 abgestimmt. Mit geringen Anpassungen auf die Hoosier S80-Reifen konnten wir sogar noch eine halbe Sekunde pro Runde schneller fahren“, staunte Krüger. „Der Start lief gut und ich hatte bald einen Vorsprung, den ich über die Distanz kontrollieren konnte“, so ein zufriedener Gesamtsieger.

Der stolze Vater Lars Harbeck tat es am Sonntag Nachmittag gleich und fuhr ebenfalls einen Sieg nach Hause. „Mein Sohn hat gestern vorgelegt und ich habe heute versucht, es ihm nachzutun. Das hat funktioniert und auch mir wieder viel Spaß gemacht“.

Dahinter folgte jweweils der bestens aufgelegte Ralf Goral (Leutheuser M130i GTR) im ersten und Christian Kranenberg (Leutheuser M3 GTR 3,3 E46) im zweiten Heat. Jörg Hildebrandt (M3 Compact 3,3) erkämpfte sich mit vollem Einsatz jeweils den respektablen dritten Rang der GTR1.

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Arnd Meier vorzeitiger Meister
Während an der Spitze des Feldes schnell alles klar war, ging es dahinter ordentlich zur Sache. In beiden Rennen sahen die Zuschauer ein spannendes Duell und meisterhafte Fahrtechniken von Routinier Arnd Meier und Markenpokalass Ralf Goral (Leutheuser M130i GTR). Immer wieder konnten sie sich gegenseitig zurechtlegen und ihre unterschiedlichen Stärken geschickt für Überholmanöver nutzen. Im ersten Rennen setzte sich Ralf Goral durch und fuhr auf Platz zwei der Gesamtwertung. Im zweiten Rennen fand Arnd Meier, mit einem nochmals veränderten Setup, den Weg vorbei und behauptete sich diesmal vor Goral auf dem dritten Gesamtrang. Dies bedeutete den zweiten Sieg des Wochenendes in der GTR3. „Damit können wir den Sack zumachen“, so sein stolzer Teamchef Hannes Karl. „Den zehnten nationalen Titel in Folge hat sich Arnd Meier nun gesichert und wird im vorletzten Lauf „Meister der DMV BMW Challenge 2016“. Auf Platz zwei der GTR3 Klasse fuhr in beiden Rennen der erfahrene M235i Racing Cup-Pilot Michael Schrey bei seinem ersten Gaststart in der DMV BMW Challenge und holte dabei auch wertvolle BMW Sportstrophypunkte für das Team Bonk Motorsport. Jeweils gefolgt von Marek Müller (V8 4,0 E30), Andre Fleischmann und Philipp Hagnauer (beide M235i Racing).

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Neben MKR, Securtal Sorg, und Bonk Motorsport hatte auch das erfolgreiche BMW Sportstrophy Team Pixum Adrenalin Motorsport, mit dem jungen Fahrer Benjamin Mazatis, wieder ein heisses Eisen im M235i-Cup-Feuer und konnte die Pace der schnellen Jungs in den Zeittrainings gut mitgehen. Im Rennen kam Mazatis ebenfalls gut nach vorne, übersah dann aber die gelben Flaggen und wurde noch während des Rennens zum freundlichen Rennleitergespräch in die Box gebeten.

„Daumen hoch“, als Ausdruck von Verständnis und Dank für die erlaubte Weiterfahrt verwechselte Mazatis gegenüber dem Rennleiter dann in der Aufregung aber versehentlich mit dem „gestreckten Mittelfinger“ und wurde für den Rest der Veranstaltung dafür disqualifiziert. Zu den Ursachen dieser motorischen Störung seines Fahrers befragt, wollte sich Teamchef Matthias Unger bis zum Redaktionsschluss noch nicht verbindlich äußern.

Bei den GTR4 Fahrzeugen fuhr im ersten Durchgang Christian Kautz (328i GT 46) den Sieg nach Hause. Bis zum fünften Umlauf führte Henry Cerny (328i GT E36), ehe Kautz vorbeizog. Im zweiten Durchgang revanchierte sich dann Teamkollege Florian Sternkopf und schnappte sich den Sieg vor Sepp Römer (AVP GTR 2,5 E36). Dessen E36 wurde nach einem Unfall im ersten Rennen schnell vom AVP Team mit Racetape gerichtet und wieder startklar gemacht. Die GTR2 gewann beide Male Gerold Quilitz (KK M135i SR)

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Frank Borcheld (325i E36) und Jens Hösel (325i E30) hießen die Sieger der 325iS Cup Fahrzeuge. Im ersten Rennen gab es am Erfolg von Borcheld nichts zu rütteln. Hösel musste sich mit der zweiten Position ca. sechs Sekunden vor Rainer Gelhaus (325i E30) zufrieden geben. Besonders eng ging es beim Kampf um Platz vier zu, wo sich Matthias Peper mit knapp 0,3 Sekunden gegenüber Christoph Peper (beide 325 E30) durchsetzte.

Hochspannung war im zweiten Heat angesagt. Borcheld, Gelhaus und Hösel hießen dabei die Hauptdarsteller. Zunächst lag Borcheld in Front, während dahinter Gelhaus und Hösel folgten. Bald darauf übernahm Gelhaus die Spitze, wobei sich Borcheld nicht abschütteln ließ und gegen Rennmitte die Spitzenposition wieder zurückeroberte. Die 3 meisterschaftsführenden Kämpfer liefen in den engen Ecken der Strecke immer wieder auf die schwereren, aber leistungsstärkeren GTR auf, die auf den schnellen Stücken jeweils wiederum Boden gut machen konnten. So gab es zur Freude der Zuschauer in jeder Runde wieder Stau und Ausbremsmanöver, besonders im U-Turn der Kurve 4 (Strubben). In der letzten Runde verloren dann gleich mehrere Teilnehmer der Gruppe hier zunächst die Geduld, dann die Nerven und verlagerten in der letzten Runde auch noch den angemessenen Bremspunkt in das Heck des jeweiligen Vordermannes. „Drei quer und einer durch die entstandene Lücke …“. So war Jens Hösel, als Klassensieger und unbeteiligter der Karambolage, am Ende vom Rennen der lachende Dritte – und als erster im Ziel.

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So bleibt es spannend – und die Meisterschaft bis zum letzten Rennen am Nürburgring weiter offen.

Die E30 325er seriennahe Klasse gewann in beiden Durchgängen Alfred Horchler v. Hoegen vor Dirk Kemmerling (beide 325i E30 N).

In der stark besetzten Brembo 318is Cup Klasse ging der Sieg im ersten Rennen an Nick Hancke, der sich gegenüber Jan Buchwald (beide 318is E36) und Christopher Rink (318is E30) durchsetzte. Im zweiten Heat drehte Buchwald den Spieß um und verwies den Teamkollegen von Nick Hancke, Thomas Schöffner, auf die zweite Position. Schöffner der erstmals von mehreren seiner Meisterschaftskonkurrenten nachhaltig unter Druck gesetzt und immer wieder gekontert wurde, kämpfte sich am Ende aber noch wieder zurück auf den zweiten Platz. Dritter wurde diesmal Danny Brink (318is E30). Auch im Brembo 318is Cup bleibt die Meisterschaft für die 3 Führenden weiter offen bis zum letzten Showdown auf dem Nürburgring. Man darf gespannt bleiben.

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Am 14.-15. Oktober geht es in die letzte Runde 2016  zur  „Westfalentrophy“ am Nürburgring. Da heißt es jetzt wieder „Fitness trainieren und die Sportgeräte gut vorbereiten für die Finalläufe.“ Mehr als 35 schnelle BMW Piloten werden auch dort wieder an den Start gehen und für Fans und Zuschauer eine gute Show bieten.

1 Kommentar zu Spannendes Pre-Finale in Assen

  1. sehr geehrte Damen und Herren
    Nach einigen Jahren Rennpause möchte ich in 2017 mit einem E36 M3
    wieder beginnen zu fahren und Spaß zu haben.Welche Vorraussetzung soll
    erfüllt werden um an Ihrer Challenge teilnehmen zu können?
    Mit freundlichem Gruß U.Schröder

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